MEXMUR – EIN BASISDEMOKRATISCHES FLÜCHTLINGSLAGER

Flucht und Selbstverwaltung unter Kriegsbedingungen

Referent: Sven Wegner vom Internationalistischen Zentrum Dresden
Wann: 08.10.2017 I 16:30
Wo: Verein deutsch-kurdischer begegnungen e.v. / Ohschatzerstraße 26

Im Vortrag des Internationalistischen Zentrums geht es um das sogenannte Flüchtlingscamp Mexmur in Süd-Kurdistan / Nord-Irak. Eingekesselt im Städteeck Kirku-Mossul-Erbil, und damit in einer der momentan wohl gefährlichsten Gegenden der Erde, befindet sich die „basisdemokratische Insel” Mexmur. Die Bewohner*innen des Camps versuchen hier, orientiert an den Ideen des demokratischen Konföderalismus, eine gleichberechtigte, auf Geschlechterbefreiung basierende und in Räten organisierte Stadtgesellschaft aufzubauen.
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Das IZ empfielt: Filmvorführung “Boxing for Freedom”

Wann: 01.10.2017 I 20:00 Uhr

Wo: Spirit of Bayon I Rudolf Leonhard Straße 12

“Dokumentation über das Leben von Sadaf Rahimi. Die Afghanin ist die beste Boxerin ihres Landes, doch ist es ihr noch immer nicht möglich, ihre Leidenschaft zur Gänze auszuleben, denn die ländlichen Traditionen der vom Krieg zerrütteten Nation sind noch immer vorherrschend. Doch Sadaf will nicht nur für sich, sondern auch für andere Frauen kämpfen – sowohl im Ring als auch in der Gesellschaft, denn nichts ist ihr wichtiger, als eine freie Frau zu sein. Der Dokumentarfilm begleitet sie bei ihrem täglichen Kampf und zeigt, mit welchen Hürden sie noch immer zu kämpfen hat…”

Alle Informationen zum Film findet ihr hier weitere Infos zur Veranstaltung findet ihr hier.

Wer schweigt stimmt zu – Am Sonntag bundesweit auf die Straße gegen den Rechtsruck

Am Sonntag, droht mit der AfD eine offen rassistische und antifeministische Partei in den Bundestag einziehen. Den Weg dafür haben auch die Parteien der so genannten Mitte bereitet, die die soziale Ungleichheit verschärft und ein Klima der rassistischen Ausgrenzung geschaffen haben, von dem die AfD jetzt profitiert.

Die AfD im Bundestag bedeutet mehr Einfluss, Aufmerksamkeit, Geld und Infrastruktur für das Programm der extremen Rechten. Dem stellen wir uns gemeinsam entgegen: Solidarisch auf die Straße gegen Rechtsruck und AfD! Am Sonntag Abend in vielen Städten, werdet aktiv, bereitet Aktionen vor!

In Dresden treffen wir uns am Sonntag 18:00 Uhr am Albertplatz (Arthesischer Brunnen) um von dort aus gemeinsam gegen den Rechtsruck zu demonstrieren.

Sie kamen in der Nacht

Wir teilen hier einen Artikel der Dresdner Alternativen Nachrichten (ADDN.ME) zu der Abschiebung vom 18.09. die sich im Hechtviertel ereignete. Wir möchten auch unser tiefes Beileid und unsere Solidarität für die von der Abschiebung betroffene Familie ausdrücken. Gleichzeitig fehlen uns die Worte um die tiefe Abscheu für (die sächsische) Abschiebpolitik und -praxis zum Ausdruck bringen.

Am Freitag ist eine Nachbarschaftsdemonstration für 16:00 Uhr angekündigt. Haltet euch auf dem Laufenden und kommt zahlreich:

https://twitter.com/AinfosDD/status/910582851929862144/photo/1

Sie kamen in der Nacht…

Mit Gewalt hat die Sächsische Polizei am frühen Montagabend versucht, eine seit nunmehr elf Jahren in Deutschland lebende Familie nach Armenien abzuschieben. Als sich daraufhin Menschen aus der Nachbarschaft solidarisch zeigten und die Abschiebung der Familie verhindern wollten, bedrohte die Polizei herbeigeeilten Nachbarinnen und Nachbarn mit Pfefferspray und stieß immer wieder Menschen zur Seite, welche die Maßnahme aktiv verhindern wollten. Während die zehnjährige, in Deutschland geborene Tochter der Familie zum Zeitpunkt der Abschiebung nicht anwesend war, musste die Mutter wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nachdem das Dresdner Verwaltungsgericht am Dienstagmittag einen Eilantrag des Flüchtlingsrates Dresden auf Aussetzung der Abschiebung wegen „formaler Fehler“ für „unzulässig“ erklärt hatte, wurden im Anschluss daran sowohl der Vater als auch dessen beiden sechs bzw. acht Jahre alten Söhne mit einem Sammelflieger aus Düsseldorf abgeschoben.

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Fokus Afghanistan im Golgi-Park Hellerau

30.09.2017 @ Golgi-Park Hellerau, Karl-Liebknecht-Str. 56

Bevor ihr zum Auftakt für der Reihe “Was heißt hier Siegerjustiz” kommt, legen wir euch noch einen Besuch im Golgi-Park, hinter dem Festspielhaus Hellerau, ans Herz. Das Herbstfest des Community-Gartens hat dieses Jahr den Fokus auf Afghanistan, die geplanten Ausweitung von sicheren Herkunftsländern und die u.a. damit verbundene Abschiebepraxis gelegt. Neben unserem Büchertisch, in Kooperation mit dem allseits bekannten Neustädter Buchladen “Büchersbest”, wollen wir hier auch auf einen Vortrag und eine Filmvorführung im Rahmen des Festes hinweisen:

I 15:00 – 16:30 Uhr Afghanistan Code – Vortrag und Hintergrundinformationen zur Geschichte und aktuellen politischen Lage im Land.

II 17:30 bis 18:30 Uhr Filmvorführung und Gespräch „BOY“ in Anwesenheit der Protagonistin und des Produzenten

Los geht es schon ab 12:00 Uhr. Das ganze Programm findet ihr HIER (LINK)

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Was heißt hier Siegerjustiz?

– Veranstaltungsreihe zur Kritik real-sozialistischer Zustände –

organisiert von: gruppe polar / internationalistisches zentrum dresden / ermittlungsauschuss dresden

 

 

Im Dezember 2016 erschien unter dem Titel „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchs seit 1990“ die Ausgabe 4/2016 der Rote Hilfe Zeitung (RHZ). Zu Wort kamen ehemalige Funktionäre der DDR, die sich darüber beklagten, wie harsch mit ihnen umgegangen wurde. Es waren genau diese Funktionäre, die durch ihr Tun im Namen von Sozialismus und Kommunismus ein repressives System aufbauten, vertraten, mittrugen und Menschen indoktrinierten und ihnen die Selbstbestimmung absprachen.

Die Rote Hilfe Ortsgruppe Dresden (RH DD) wollte das so nicht hinnehmen und forderte eine kritische Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte. Um eine Diskussion anzuregen verfasste sie ein Statement an die Gesamtorganisation der Roten Hilfe und die lokalen linksradikalen Strukturen. Es gab einzelne Gruppen, vornehmlich ostdeutsche, die wie die RH DD eine Verklärung des repressiven DDR-Systems ebenfalls ablehnen. [1] Ob es eine Ausgabe zur Repression gegen linke Oppositionelle in der DDR geben wird, wie sie die RH DD einfordert, ist aus der Erklärung des Redaktionskollektivs der RHZ und des Bundesvorstandes der Roten Hilfe indes nicht ersichtlich. [2]

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– Eine Gesprächsreihe zu den Schichten der Vergangenheit des Zentralwerks Dresden –

Folge 1: Ein NS-Vorzeigebau

5. September 2017
Gemeinschaftshaus des Zentralwerks, Riesaer Str. 32, 01127 Dresden.
Beginn 19 Uhr

Matthias Donath, Architekturhistoriker | Sonja Kaeten, Restauratorin | Nils Schinker TU Dreden | Christian Ecklebe, Schokostudio Architekten |

 

Ab 1939 wurde im Auftrag der Deutschen Kriegsmarine das Areal mit Geldern des Reichsfiskus für die Rüstungsproduktion ausgebaut. Die reichseigene Produktionsstätte wurde der Zeiss Ikon AG zur Nutzung übergeben: Das Goehle Werk.
Ein solches architektonisches Werk hatte durchaus Prestigefunktion in den Kriegsvorbereitungen des NS-Staates. Zwei Architekten, Emil Högg und Georg Rüth, setzten in diesem Bau Erkenntnisse aus eigener Forschung u.a. an der TU Dresden um. Das Goehle-Werk als frühes Beispiel für die Mobilmachung?

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Die Konferenz wird organisiert von einem basisdemokratischen Vorbereitungskreis mit Aktivist*innen von afrique-europe-interact, corasol, glokal e.V. und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie.

 

6.-8. Oktober 2017  Leipzig  

Eine Konferenz mit bis zu 300 Menschen aus verschiedenen aktivistischen Zusammenhängen – Bewegungsfreiheit, Antirassismus, Landwirtschaft, Degrowth, Klimagerechtigkeit

Was verbindet die Diskussionen über eine gerechte Gestaltung von Migration mit der Bewegung für eine ökologisch und sozial verträgliche Wirtschaftsweise? Wie hängen alternative Konzepte wie „Degrowth“ oder „Post-Development“ mit einer dekolonialen Perspektive auf Fluchtursachen zusammen?

Diese Konferenz will die Zusammenhänge zwischen Flucht und Migration, selbstbestimmter Entwicklung und ökologischen Krisen aufzeigen. Damit wollen wir auf den ersten Blick voneinander unabhängige Fragen verknüpfen und in einem größeren Zusammenhang stellen. Und wir wollen mit der Konferenz Brücken zwischen unterschiedlichen Bewegungen schlagen.

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Die Internationalistische Kommune Rojavas

Seit vielen Jahren arbeiten wir als InternationalistInnen aus dem Mittleren Osten, Asien, Afrika, Europa, Amerika und Ozeanien in verschiedenen Strukturen der Revolution in Rojava und Nord-Syrien. So unterschiedlich unsere politischen Geschichten auch sein mögen, es war die Kurdische Befreiungsbewegung, welche uns inspirierte. Sie bietet eine revolutionäre Perspektive, welche weit über den Mittleren Osten hinausgeht, und uns im gemeinsamen Kampf vereint.

Anfang 2017 etablierten wir, unterstützt von der Jugendbewegung in Rojava (YCR/YJC), die Internationalistische Kommune Rojava’s als selbst-organisiertes und selbst-finanziertes Kollektiv.

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Statement Selbermachen 2017: Wie weiter? Wo anfangen?

Liebe Freund_innen,

der Zuspruch zum Kongress »Selber machen« hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Mehr als 600 Menschen haben drei Tage lang über Selbstorganisierung, Gegenmacht, Basisarbeit und ein kollektives, selbstbestimmtes Leben diskutiert. Internationale Referent_innen berichteten über ihre Erfahrungen in basisdemokratischen Projekten aus Kurdistan, Chiapas, Italien, der Türkei und Griechenland. In zahlreichen Workshops tauschten sich Aktivist_innen über ihre Kämpfe um Selbstorganisierung und Widerstand unter anderem in der Lohnarbeit, im Reproduktionsbereich, im Stadtteil, von Geflüchteten oder in femininistischen Kämpfen aus. Die Teilnehmenden waren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum angereist: Aus dem Wendland, aus München, Bern, Zürich, Wien, Aachen, Nürnberg, Dresden, Bremen, Münster, Kiel, Frankfurt am Main, aus Königs-Wusterhausen, Hamburg, usw. usf., kurz: von überallher. Die Menschen haben sich vernetzt, Kontakte für zukünftige Zusammenarbeit ausgetauscht, sich befreundet und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Es waren so viele Menschen mit so viel revolutionärer Leidenschaft da, dass wir selbst ganz überrascht sind.

Wir, die Organisator_innen und Unterstützer_innen des »Selber machen«-Kongresses 2017, möchten uns an dieser Stelle nochmal recht herzlich für dieses motivierende und bewegte Wochenende bedanken. Unser Dank richtet sich an alle Menschen, die den Kongress möglich gemacht und gestaltet haben. Ob ihr auf die Kinder aufgepasst, diskutiert, gekocht, referiert oder einfach nur zugehört habt, alle haben ihren Teil zu diesem lebendigen Wochenende beigetragen.

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