27.02. Food’n’Content – Essen und Vortrag: Wahlbeobachtung in der Türkei/Kurdistan

27. Feburar | 18 Uhr Essen | 19:30 Uhr Vortrag | @ IZ Dresden

Am 24. Juni 2018 waren Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei. Ein einschneidendes Datum für die politische Situation in der Türkei. Nach der Wahl 2018 wurde Erdogans Alleinherrschaft faktisch besiegelt.

Unsere Gäste sind als unabhängige Wahlbeobachter*innen in den Südosten des Landes, in die kurdischen Gebiete, gefahren, um einen Eindruck von der Stimmung vor und während der Wahl zu bekommen. Damit waren sie in einem Gebiet unterwegs, in das die OSZE keine Wahlbeobachter*innen schickte, weil es zu gefährlich sei. Ihre Zeit verbrachten sie hauptsächlich mit Kurd*innen, die seit Jahrzehnten politisch verfolgt werden. Ihre Erzählungen, der in der Türkei ausgerufene Ausnahmezustand und die Repressionen, mit denen sie von der Wahlbeobachtung abgehalten wurden, prägten den Aufenthalt. Von  der Wahl 2018 und ihrem Aufentrhalt werden sie berichten.

Am 31. März 2019 finden zudem die Kommunalwahlen in der Türkei statt. Die Situation vor Ort dürfte ähnlich sein wie zu den Präsidentschaftswahlen und wir halten das Thema deshalb immernoch für relevant.

Kurze Geschichte der Türkischen Republik: Durch Vernichtung und Vertreibung zum ethnisch homogenen Nationalstaat

Referent: Politikwissenschaftler und Historiker Ismail Küpeli
27. April 2017 / 19 Uhr
TU Dresden / Gerber-Bau Raum: GER/37/H / Bergstr. 53

Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Bevölkerung ist einer der entscheidenden Faktoren, die die Geschichte und Gegenwart der Türkei bestimmen. Die politischen Debatten und Entscheidungen in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen von der Bildungspolitik bis hin zur Außenpolitik lassen sich auf die sogenannte „Kurdenfrage“ zurückführen. Darüber hinaus ist der Konflikt für die geschichtliche Entwicklung und die aktuelle Lage des gesamten Nahen und Mittleren Ostens bedeutend. Dies nicht zuletzt dadurch, dass kurdische Bevölkerungsgruppen in vielen Staaten existieren und in vielen Staaten politisch relevante AkteurInnen hervorgebracht haben.

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