Küche für Alle im Internationalistischen Zentrum Dresden

Endlich ist es soweit! Das IZ hat nun eine regelmäßige Küche für Alle (Küfa). Jeden letzten Mittwoch im Monat laden wir euch um 18 Uhr in das IZ (Risaer Straße 32, 01127 Dresden) zum gemeinsamen Essen und inhaltlichen Austausch ein. Beginnen werden wir am 31.10.2018 mit Reiseberichten aus Chiapas (Mexiko). Aber seht selbst, hier unser Küchenprogramm für Oktober und November:

Saludos compañerXs, liebe Freund*innen, liebe Nachbar*innen

sonnige Grüße senden Euch das Internationalistische Zentrum Dresden aus Rojava und Chiapas, Südmexiko!
Am 31.10. und am 28.11. laden wir Euch zu Reiseberichten von den Delegationsreisen, zu uns auf die Riesaer Straße 32 ein. Erfahrt mehr über die indigenen Kleinbäuer_innen und ihre Formen der Selbstorganisierung, wie zum Beispiel der ‘Zapatistas’ und der ‘Abejas’. Hört Geschichten über die Revolution der Frauen in Rojava und über den Aufbau einer radikalen Demokratie im Norden Syriens.

Für eine vorherige Stärkung wird gesorgt, Essen gibt es ab 18 Uhr

31.10.2018 ab 18 Uhr: Küche für alle und Reisebericht aus Chiapas (Südmexiko)

Delegationsreise nach Chiapas Mexiko

Anfang diesen Jahres begann eine Delegationsreise des Internationalistischen Zentrums Dresden gen Chiapas, mit dem Ziel, mehr über selbstorganisierte, ökologische, Basiskämpfe und -bewegungen zu erfahren und mit Menschen vor Ort in Austausch zu treten. Die Delegierte arbeitete vor Ort mit dem Menschenrechtszentrum „Fray Bartolomé de las Casas“.

Die Reise führte uns in die unterschiedlichsten Zonen Chiapas, beispielsweise in die Nähe der „Selva Lacandona“ zu der zapatistischen Bewegung oder in die Hochebenen Chiapas zu den „Abejas“ und zu den tausenden Vertriebenen, welche seit Ende 2017 in notdürftigen, unmenschlichen Unterkünften hausen.

Die Zapatistas traten am 1.Januar 1994, dem Tag an dem NAFTA (Freihandelsabkommen mit USA, Kanada, Mexiko)in Kraft trat, erstmals in die Öffentlichkeit, sie erhoben sich gegen die mexikanische Regierung und das Militär. Die zapatistische Bewegung benannte sich nach einem der wichtigen Bauernanführer in der Revolution 1910, Emiliano Zapata, welcher für „Land und Freiheit“ (Tierra y Libertad) für die Gemeinden kämpfte. Sie selbst fordern: „Gleichheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Unabhängigkeit, Land, Arbeit, Gesundheit, Bildung, Frieden, Wohnraum, Ernährung und Demokratie“ (erste Deklaration aus dem lakandonischen Urwald). Im Laufe der Jahre entstanden innerhalb der basisdemokratisch organisierten Bewegung autonome Regierungs- und Verwaltungsstrukturen, als auch Bildungs- und Gesundheitssysteme.
Während der Delegationsreise besuchte unsere Delegierte zwei der fünf autonomen Caracoles („Schneckenhäuser“), welche die Verwaltungszentren der zapatistischen Bewegung sind.

Die Abejas (Zivilgesellschaftliche Organisation Die Bienen) ist eine christliche, pazifistische Bewegung, die sich in vom Staat unabhängigen Strukturen organisiert und sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt. Wie auch die zapatistische Bewegung fordern sie, seit ihrer Gründung 1992, ein Ende der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung, Selbstbestimmung für die Gemeinden, bessere Gesundheitsversorgung und Bildung, eine Neuverteilung des Landes sowie mehr Demokratie und Freiheit. Im Gegensatz zu der zapatistischen Bewegung haben sie sich nie bewaffnet, sondern leisten in jedem Fall einen gewaltfreien Widerstand gegen die repressive mexikanische Regierung. Die Menschen haben sich dazu entschieden, in den eigens errichteten autonomen Regierungsstrukturen zu leben. Sie lehnen staatliche „Hilfen“ ab, bezahlen weder Steuern noch Elektrizität und Wasser.

Habt ihr Interesse mehr über die selbstorganisierten Bewegungen in Mexiko zu erfahren?
Dann kommt vorbei! Genießt mit uns köstlich vorbereitetes Essen und im Anschluss den Vortrag über die Delegationsreise.

Wann? 31.10.2018, ab 18Uhr Essen I Vortrag ab 19:30 Uhr
Wo? Internationalistisches Zentrum Dresden, Riesaer Straße 32
Eintritt frei, Essen gegen Spende


28.11.2018 18 Uhr: Küche für Alle und Reisebericht zur Frauendelegation durch Rojava (Westkurdistan/ Nord-Syrien)

Jin Jiyan Azadî – Einblicke in die Frauenrevolution in Rojava

Im Juni 2018 war das Internationalistische Zentrum Dresden Teil einer Frauendelegation durch Rojava/ demokratische Förderation Nord-Syrien. In Rojava (kurdisch „Westen“) wurde 2011 im Zuge der syrischen Revolution die Autonomie ausgerufen und ein radikal-demokratisches System entwickelt, das versucht über politische Partizipation und gesellschaftliche Mitgestaltung ein freiheitliches und friedliches Zusammenleben in einer von Krieg, Zerstörung, Ausgrenzung und Unterdrückung gekennzeichneten Gesellschaft aufzubauen. Vorreiter*innen dieser sozialen Revolution sind unzählige Frauen*, die für ihre Freiheit kämpfen, in zivilen wie auch militärischen Strukturen. Die Befreiung der Frau* ist die Grundlage des demokratischen Aufbruchs in Rojava. Um zu verstehen, wie genau das praktisch aussieht, welche Utopien und Geschichten hinter der Frauenrevolution in Rojava/ demokratische Förderation Nord-Syrien stehen, hat die Delegation verschiedene autonome/ unabhängige Frauenstrukturen u.a. in Dêrik, Qamishlo, Kobanê, Jinwar oder Raqqa besucht. Wir trafen Kämpfer*innen der YPJ, Mütter der HPJ, Junge Frauen* der Jineolojî, besuchten Kongra Star, Mala Jin oder das autonome Frauendorf Jinwar. Was sich hinter all dem verbirgt und welche Geschichten uns die kämpfenden Frauen* erzählten, möchten wir nun mit euch teilen.

Wann? 28.11.2018, ab 18 Uhr
Wo: Internationalistisches Zentrum Dresden, Riesaer Straße 32
Eintritt frei, Essen gegen Spende

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