Anarchistischer 1.Mai in Dresden

1.Mai | 14 Uhr | Artesischer Brunnen Albertplatz

Gern teilen wir den Aufruf des AND (Anarchistischen Netzwerkes Dresden) zum 1.Mai und sehen uns auf der Straße!

Der 1. Mai ist historisch ein wichtiger Tag der Arbeiter*innenbewegung. Vor 150 Jahren haben Menschen ihr Leben gelassen um für einen 8-Stundentag zu kämpfen. Heute können viele Menschen mit diesem Tag nicht mehr viel anfangen. Sie arbeiten vereinzelt und „flexibel“ in prekären Jobverhältnissen, beuten sie sich selbst aus oder werden ausgebeutet.

Das vergangene Jahr hat uns einmal mehr vor Augen geführt, dass der Kapitalismus ein ungerechtes System is. Die Corona-Pandemie hat diese Ungerechtigkeit weiter verschärft. Die Krise macht viele Menschen arm. Vor allem Menschen, welche schon vorher in prekären Jobverhältnissen gearbeitet haben. Menschen, die arbeitslos geworden sind und ihren Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren können. Menschen die keine offiziellen Arbeitsverträge haben und Willkür ausgesetzt sind.

Auf alle die, die trotzdem weiter arbeiten wird der Druck enorm erhöht um die Wirtschaft am Laufen zu halten. In vielen Branchen sind die Arbeitsbedingungen miserabel und die Bezahlung schlecht. Das Arbeitszeitgesetzt wurde aufgelöst. Vor dem Argument der Gesundheit wurden 12 Stunden Arbeitstage wieder offiziell eingeführt.

Sogenannte systemrelevante Arbeiter*innen in der Pflege, bei der Müllabfuhr oder an der Supermarktkasse haben außer anfänglichem Applaus nur leere Worte erhalten. Große Unternehmen hingegen bekamen riesige Summen an Coronahilfen und profitieren oft noch von der aktuellen Situation. Wirtschaft und Profite sind wichtiger als die Menschen in unserem System.

Und wer übernimmt die Carearbeit, wenn alle im homeoffice sind, wenn die osteuropäischen (Alten)Pfleger*innen nach Hause gefahren sind, wenn die Kitas, Schulen und Betreuungsangebote geschlossen sind? Die Krise reproduziert einmal mehr geschlechterbasierte Rollenverteilungen und stärkt patriarchale Unterdrückungsverhältnisse.

Der 1. Mai in seiner historischen Dimension ist aktuell wie eh und je.

Wir fordern die Abschaffung des kapitalistischen Ausbeutungssystems.

Wir fordern eine gerechte Welt in welcher sich alle nach ihren Fähigkeiten einbringen können und in ihren Bedürfnissen unterstützt werden.

Wir fordern eine Welt in der Krisen nicht autoritär sondern solidarisch und gemeinschalftlich gelöst werden.

Dazu müssen wir unsere Kämpfe vereinen.
Für eine feministische, klimagerechte und freie Gesellschaft.

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