Ohne mich! Kein Krieg in Nord- und Ostsyrien! Kein Krieg in Rojava!

Wenn man verstehen will, was in diesem Krieg auf dem Spiel steht, muss man sich mit den demokratischen Errungenschaften in der Region auseinandersetzen. Insbesondere die Befreiung der Frau* war eine herausragende Leistung – sie wurde DIE treibende Kraft der gesellschaftlichen Revolution im Norden und Osten Syriens. Vor sieben Jahren befreiten sich die Kurd*innen von der Diktatur des Assad-Regimes und begannen sich selbstverwaltet in Räten, Kommunen, Kooperativen und auf der Grundlage eines multiethnischen und multireligiösen Gesellschaftsvertrages zu organisieren. Es entstand eine Insel des Friedens, der Stabilität und Zuversicht in einem ansonsten von Krieg und Zerstörung geprägten Umfeld. Diese vornehmlich von Kurd*innen besiedelte Region im Norden Syriens wird auch Rojava genannt. In den Gebieten, die durch die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) und die Volksverteidigungseinheiten (YPG) befreit worden waren, wurden ähnliche Strukturen geschaffen. Diese Regionen liegen in Ostsyrien rund um die Stadt Ar-Raqqa – die ehemalige Hauptstadt des “Islamischen Staates” (IS). Der Preis, den die Bevölkerung für die Befreiung zahlte, war und ist unvorstellbar hoch. Allein innerhalb der Strukturen der SDF ließen über 11.000 Menschen ihr Leben.
Unter dem Vorwand der Grenzsicherung überfiel die türkische Armee bereits im März 2018 den autonomen Kanton Afrin. Seitdem drohte Erdogan immer wieder mit militärischen Angriffen auf die anderen, vor allem durch Kurd*innen besiedelten Gebiete Nord-Syriens. Diese Drohung verwirklichte er in den letzten Tagen in einer Art und Weise, die an Brutalität kaum zu übertreffen ist: 
Die Ermordung unzähliger Menschen durch gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung, Hilfsorganisationen und Journalist*innen.
Das Zerstören von ziviler Infrastruktur und damit den Zugang zu Wasser, Strom und Internet.
Die Befreiung gefangener IS-Kämpfer. 
Der Angriff auf Rojava ist Ausdruck der Pläne Erdogans, die kurdische Gesellschaft und alle anderen freiheitsliebenden Gesellschaften in der Region zu verleugnen 
und zu vernichten, den Reichtum der Region für sich auszunutzen und die Politik nach den eigenen Interessen zu bestimmen.
Die gesamte – kurdische wie auch nichtkurdische – Bevölkerung verteidigte die Gebiete und das Leben in Freiheit und Gleichberechtigung immer wieder erfolgreich gegen den IS. Eben diese fortschrittliche Gesellschaft ist Erdogan und seinen Verbündeten ein Dorn im Auge.
Durch den gegenwärtig stattfindenden völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei wird nun die selbstverwaltete Region wieder in die Fänge des Assadregimes getrieben. Angesichts der brutalen Eskalation in Nord- und Ostsyrien blieb der Demokratischen Föderation in Nord- und Ostsyrien keine andere Möglichkeit, als mit dem Regime Assads zu verhandeln. 
Die NATO-Staaten gehorchen Erdogan, denn sie wissen, dass jede Distanzierung von seinem Krieg, dazu führen würde, dass er Millionen flüchtender Menschen den Weg nach Mitteleuropa öffnen könnte. Damit werden auch noch Geflüchtete zu einem Spielball in diesem schmutzigen Krieg.
Die USA, unter Führung von Donald Trump, gab durch den Abzug ihrer Truppen faktisch grünes Licht für diesen Krieg. Ihren ehemaligen Verbündeten im Kampf gegen den sog. Islamischen Staat ließen sie eiskalt fallen.
Und Europa? – Schaut nicht nur bei den ethnischen Säuberungen und dem Morden des türkischen Regimes und dessen islamistischen Verbündeten zu, es unterstützt sie sogar, sowohl durch europäische wie auch vor allem deutsche Waffenlieferungen. Durch die Rüstungsexporte in die und den Flüchtlingsdeal mit der Türkei aber auch durch die seit Jahren andauernde Kriminalisierung der Kurd*innen, durch die Unterstellung von Terrorismus bei den kurdischen Freiheitsbewegungen und daraus resultierender Fahnen- und Vereinsverbote, trägt auch Deutschland eine Verantwortung für diesen Krieg.
Wir wollen nicht dabei zusehen, wie ein Völkermord an unseren Familien und Freund*innen verübt wird! Lassen wir die Menschen nicht alleine! Es liegt an uns, zu handeln und Druck aufzubauen.

Frieden für Rojava, Freiheit für Kurdistan!

Kommt mit uns auf die Straße!

Rojava-Block für internationale Solidarität auf der NoPegida Demonstration
20.10.2019, 11:55, Bahnhof Dresden-Neustadt

sachsenweite Großdemonstration „Nein zum türkischen Angriffskrieg! Frieden für Rojava! Frieden für Nord- und Ostsyrien!“
26.10.2019, 12:00, Hauptbahnhof Dresden

Es wird viele weitere Termine geben, besucht also regelmäße unsere Website und informiert euch über die üblichen Kanäle!

Wir wollen uns solidarisch zeigen! Vorbereitungstreffen heute…

Liebe Freund*innen,

aufgrund des Angriffkrieges gegen Nord-Syrien (Rojava) wollen wir uns heute im kurdischen Verein (Oschatzerstrasse 26, Pieschen) treffen. Wir werden dort das weitere Vorgehen besprechen. 20 uhr gehts es los. Bitte leitet es weiter, bringt eure Freund*innen, Ideen und Tatendrang mit! Lasst die Menschen in Rojava und die kurdische Community nicht alleine!

Bis dann

Raus auf die Strasse gegen den Krieg in Rojava!

Seit 3 Tagen führt Erdogan einen völkerrechtswidrigen Angriffkrieg gegen die Kurd*innen in Nordsyrien. Alle großen Städte im Grenzraum werden mit Flugzeugen und Haubitzen beschossen. Nach Medien zu folge macht er auch keine Halt vor Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen.Viele Zivilist*innen sind auf der Flucht und es herrscht große Panik.

Wie bereits bei der Besetzung Afrins Anfang 2018 besteht die Gefahr ethnischer Säuberungen. Die türkische Regierung arbeitet dabei offen mit islamistischen Milizen. Die Angriffe sind nicht nur gegen die kurdischen Menschen in der Region dar. Die Demokratischen Föderation Nord-Syrien ist eine Gegend mit hoher ethnischer und religiöser Vielfalt. Besonders die religiöse Gemeinschaft der Yesid*innen sind dadurch erneut einer großen Gefahr ausgesetzt. Sie fielen bereits 2014 einem Genozid durch den sog. Islamischen Staat zum Opfer, gelten unter Islamist*innen als Teufelsanbeter und werden gnadenlos verfolgt. Der Despot Erdogan will in den Gebieten arabische Flüchtlinge aus Syrien ansiedeln und so die Gegend arabisieren. Sein Krieg soll die hausgemachte Flüchtlingskrise in der Türkei “lösen”, sein Regime legitimieren und vor dem Zusammenbruch bewaren.

Für die Menschen in der Region heißt das nun vor allem:

Der Angriff der Türkei ist eine weitere Eskalation im Syrienkrieg. Er wird die bisher relativ friedliche Region destabilisieren und zenhtausende Menschen zur Flucht zwingen und viele Menschenleben kosten.

Setzen wir also gemeinsam ein starkes Zeichen Für Frieden und Solidarität!

Kommt heute alle 16 Uhr zum Albertplatz.

Waffenexporte stoppen!
Keine weitere Eskalation im Syrienkrieg!
Deutsche Panzer raus aus Syrien und Kurdistan!
Solidarität mit den demokratischen Kräften in Nord-Syrien / Rojava!

Dringender Aufruf! Spontane Kundgebung “Stoppt den Krieg in Nord Syrien”

09.10.2019 | 21 Uhr | Albertplatz (Artesischer Brunnen)

Raus auf die Straße gegen Krieg und Militarismus!
Stoppt den Despoten Erdogan und seine Kriegstreiberei gegen die demokratische Föderation Nord-Syrien!

Seit Montag erreichen uns die Nachrichten von dem durch Trump angeordneten Rückzug der amerikanischen Truppen aus Syrien. Was sich bereits angebahnt hat, wurde heute bittere Realität: Erdogan nutzt die Gunst der Stunde und lässt keine Zeit verstreichen, militärisch gegen das demokratische und mehrheitlich von Kurd*innen bewohnte Autonomiegebiete vorzugehen. Wie Medien vor Ort Berichten, begann das türkische Militär heute mit der Bombardierung erster Städte in Nordsyrien. Viele Zivilist*innen sind auf der Flucht und es herscht große Panik. Wie bereits bei der Besetzung Afrins Anfang 2018 besteht die Gefahr ethnischer Säuberungen. Die türkische Regierung arbeitet dabei offen mit islamistischen Milizen. Die Angriffe sind nicht nur gegen die kurdischen Menschen in der Region dar. Die Demokratischen Föderation Nord-Syrien ist eine Gegend mit hoher ethnischer und religiöser Vielfalt. Besonders die religiöse Gemeinschaft der Yesid*innen sind dadurch erneut einer großen Gefahr ausgesetzt. Sie fielen bereits 2014 einem Genozid durch den sog. Islamischen Staat zum Opfer, gelten unter Islamist*innen als Teufelsanbeter und werden gnadenlos verfolgt. Der Despot Erdogan will in den Gebieten arabische Flüchtlinge aus Syrien ansiedeln und so die Gegend arabisieren. Sein Krieg soll die hausgemachte Flüchtlingskrise in der Türkei “lösen”, sein Regime legitimieren und vor dem Zusammenbruch bewaren.

Für die Menschen in der Region heißt das nun vor allem:

Der Angriff der Türkei ist eine weitere Eskalation im Syrienkrieg. Er wird die bisher relativ friedliche Region destabilisieren und zenhtausende Menschen zur Flucht zwingen und viele Menschenleben kosten.

Setzen wir also gemeinsam ein starkes Zeichen Für Frieden und Solidarität!

Waffenexporte stoppen!
Keine weitere Eskalation im Syrienkrieg!
Deutsche Panzer raus aus Syrien und Kurdistan!
Solidarität mit den demokratischen Kräften in Nord-Syrien / Rojava!