Programm “INTERNATIONALISMUS: EIN FESTIVAL N°1”

Tatatata … hier findet ihr das Programm zum Ersten Internationalistischen Festival Dresden.

Über Änderungen und Programmergänzungen halten wir euch hier und auf unserem neuen Twitteraccount @DresdenIz auf dem Laufenden. Bitte schreibt uns keine Mail bezüglich Kartenvorverkauf o.ä. Das wird es für keine Veranstaltung geben!

An alle die Bock auf Retrogott und Hip-Hop und Party haben: Scrollt gleich auf den Samstag runter!

Bitte beachtet, dass wir bei den kulturellen Veranstaltungen einen Unkostenbeitrag/Eintritt erheben, damit die politischen Veranstaltungen kostenlos bleiben und alle Referent*innen und Künstler*innen auch etwas davon haben.

Übersetzung: Solltet ihr Übersetzung brauchen, schreibt uns eine E-Mail an email hidden; JavaScript is required

Translation: If you need a translation please send an email to email hidden; JavaScript is required

 

Mittwoch 06.06.

18:30 Uhr

Ausstellungseröffnung “Rojava” und Gespräch zur aktuellen Situation in Rojava und Efrîn mit Thomas Schmidinger

Zur Person: Thomas Schmidinger war mehrmals in Rojava zu Feldforschungen. Er hat als einer der wenigen Europäer den autonomen Kanton Efrîn (Afrin) besucht. Schmidinger ist Politikwissenschaftler sowie Kultur- und Sozialanthropologe. Er lehrt an der Universität Wien und an den Fachhochschulen Voralberg und Oberösterreich. Er ist Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie und Mitherausgeber des Wiener Jahrbuchs für Kurdische Studien. 2014 veröffentlichte er sein Buch Krieg und Revolution in Syrisch-Kurdistan. Analysen und Stimmen aus Rojava. Vor kurzem erschien sein neustes Buch Kampf um den Berg der Kurden. Geschichte und Gegenwart der Region Afrin.

Zur Ausstellung: Im sechssprachigen Bildband Rojava stellt der österreichische Politikwissenschaftler und Autor Thomas Schmidinger die jüngere Geschichte Syrisch-Kurdistans seit dem weitgehenden Abzug der syrischen Truppen aus der Region dar. Die Ausstellung zeigt 30 Fotos aus allen Teilen Rojavas (Nord-Syrien), in denen verschiedene Aspekte des politischen, kulturellen und religiösen Lebens in der Region dokumentiert sind und die Situation intern Vertriebener thematisiert wird. Die Ausstellung wird bis Juni im Flur des IZ zu sehen sein.

Donnerstag 07.06.

9:00-15:00 Uhr

Stencil- und Paste-Up- Workshop für angemeldete Schulklassen mit dem syrischen Streetart-Künstler Qusay Awad

ab 15:30 Uhr

Stencil- und Paste-Up mit dem syrischen Streetart-Künstler Qusay Awad für Schüler*innen und Jugendliche

Sind euch die grauen Wände auch oft zu blöd? Euch nerven die Nazischmierereien in den Straßen und das sinnlose Gekritzel? Und ihr wollt das ändern? Dann kommt zum Streetart-Mitmach-Nachmittag, gestaltet eure eigenen Stencils und probiert das Sprühen gleich selbst aus.

ab 17:00 Uhr

Graffiti-Jam mit Musik

17:00-17:45 Uhr

Gespräch zur Ausstellung „Durchs wilde Kurdistan“

“Durchs wilde Kurdistan” heißt ein Roman von Karl May auf den sich die Ausstellung von Ricaletto, ironisch bezieht. May war wahrscheinlich nie dort. Eine kleine Delegation, der auch der Künstler angehörte, unternahmen hingegen Anfang des Jahres 2017 eine Reise nach Südkurdistan/Nordirak. Dort trafen sie sich mit Menschen verschiedener politischer Hintergründe, lernten Projekte kennen und Strukturen zu verstehen. Der Fokus lag unter anderem auf „Camp Mexmûr“, ein Flüchtlingslager welches von den Bewohner*innen radikal-demokratisch selbstverwaltet wird.

18:00-20:00 Uhr

Filmvorführung “Cloud Making Machine” mit anschließendem Gespräch in Anwesenheit der Regisseurin Susanne Dzeig und einer Protagonist*in

Firas, Jallow und Batoul sind neu in Berlin und begegnen sich in einer Theatergruppe. Sie suchen das gute Leben in Deutschland. Doch nichts ist wie erwartet. In Videobriefen offenbaren sie sich ihren engsten Vertrauten im kriegs- oder armutsdurchrüttelten Heimatland. „Ich war auf dem Weg in ein Land, über das ich nicht viel wusste. Alles was ich weiß ist, dass es voller Blumen ist, mit schönen Menschen, die mich anlächeln“ (Firas).

20:30-21:30 Uhr

Ahne International

Ahne, 1968 in Berlin-Buch geboren, ist gelernter Offset-Drucker. Die Wende war für ihn ein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Hausbesetzer. Ahne war etliche Jahre bei den Surfpoeten aktiv und liest jeden Sonntag bei der Berliner Reformbühne Heim & Welt. Insgesamt sind vier Bände seiner »Zwiegespräche mit Gott«, drei Bücher mit Kurzgeschichten sowie ein Lyrikband bei Voland & Quist erschienen. Ahne ist einer der bekanntesten Lesebühnenautoren der Welt.

Freitag 08.06.

9:00-15:00 Uhr

Stencil- und Paste-Up- Workshop für angemeldete Schulklassen mit dem syrischen Streetart-Künstler Qusay Awad

ab 15:30 Uhr

Stencil- und Paste-Up mit dem syrischen Streetart-Künstler Qusay Awad für Schüler*innen und Jugendliche

Sind euch die grauen Wände auch oft zu blöd? Euch nerven die Nazischmierereien in den Straßen und das sinnlose Gekritzel? Und ihr wollt das ändern? Dann kommt zum Streetart-Mitmach-Nachmittag, gestaltet eure eigenen Stencils und probiert das Sprühen gleich selbst aus.

16:30-17:30 Uhr

Antimilitarismus praktisch – eine kleine Einführung

Militär und Militarisierung der Gesellschaft sind nicht nur in Dresden auf dem Vormarsch. Das ist beunruhigend, häßlich und nichts, was wir einfach so hinnehmen sollten. In einem kurzen Input wird es eine Bestandsaufnahme lokaler Verhältnisse und bisheriger Aktionen geben. Danach wollen wir gemeinsam überlegen, was wir tun können, um dem Trend zum Ausbau staatlicher Gewalt und entsprechender Konflikt”lösungen” etwas entgegenzusetzen.

18:30-20:30 Uhr

Podium “50 Jahre 1968: Eine globale Revolte: Geschichte und Zukunftsperspektiven”

Wir blicken zurück auf eine globale Revolte für eine bessere Welt und fragen nach ihrer Bedeutung Jetzt und in Zukunft. Was machte den neuen Internationalismus der sog. 68er aus? Wie waren seine tatsächlichen Verbindungen zu den Nationalen Befreiungsbewegungen die bereits ab den 50er Jahren weltweit an politischem Gewicht gewannen. Wo fuhr die linke geradewegs in eine Sackgasse und was lässt sich daraus für einen heutigen Internationalismus lernen – bzw. ist er denn überhaupt noch notwendig, dieser Internationalismus? Und never belief he hype wollen wir natürlich auch fragen, warum gerade die 68er Bewegung und ihr 50. Geburtstag bis weit in bürgerliche Kreise hinein so gefeiert werden, während hingegen die 70er Jahre mit ihren radikalen Kämpfen und zahlreichen militanten und bewaffneten Gruppen kaum Beachtung finden.

Mit einem Videobeitrag von Prof. John Holloway (Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Puebla/Mexiko).

Auf dem Podium: Gerhard Hanloser, Oreste Scalzone (IT/FR), Detleff Hartmann, Julien Coupat (FR), Jutta Begenau, Jutta Ditfurth

Zu den Personen:

John Holloway ist ein irisch-mexikanischer Politikwissenschaftler. Er lehrt seit 1993 an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Puebla/Mexiko. In seinen Veröffentlichungen greift er zurück auf verschiedene unorthodoxe neomarxistische Theorietraditionen, wie den italienischen Operaismus oder die Kritische Theorie, und interpretiert diese zum Teil neu bzw. entwickelt sie weiter. Seine Interpretationen dieser Theorien zeigen auch einen starken Einfluss der Bewegung der Zapatistas in Mexiko. Ihre Ablehnung der staatlichen Macht und ihr Verständnis von Theorie, das sich in dem Satz “preguntando caminamos” (fragend gehen wir voran) zusammenfassen lässt, den Holloway immer wieder zitiert, gaben seiner Arbeit den entscheidenden Schliff und daher rührt auch seine breite Rezeption.

Julien Coupat ist ein französischer Aktivist. Als einer der Tarnac Nine wurde er am 11. November 2008 verhaftet und des Terrorismus im Zusammenhang mit der Sabotage mehrerer französischer Bahnstrecken beschuldigt. Coupat blieb über 6 Monate inhaftiert und wurde, von den Behörden als Führungsperson ausgemacht , somit wesentlich länger eingesperrt, als die anderen Mitglieder der von der Polizei als Anarchistische Zelle bezeichneten Gruppe.

Jutta Begenau promovierte 1984 an der Charité Berlin, lehrte nach der Wende als Soziologin der Medizin und arbeitet heute am Institut für Medizinische Soziologie. Während ihres Studiums war sie Mitbegründerin einer Gruppe, die sich in linksreformerischer Perspektive mit Stalinismus, Rätedemokratie, humanistischen Bildungskonzepten und Eurokommunismus auseinandersetzte, um eigene Konzepte zu entwickeln. 2017 publizierte sie zur Geschichte der Charité als Vorzeigekrankenhaus der SED und ein Einsatzort der Stasi.

Detleff Hartmann war ehemaliger Mitarbeiter der Zeitschrift “Autonomie” und ist bis heute im Redaktionskollektiv der “Materialien für einen neuen Antiimperialismus”. Seit Ende der 1960er ununterbrochen aktiv in sozialen, insbesondere Häuserkämpfen, immer in offener Gegnerschaft gegen formelle Parteibildungen, marxistische Orthodoxie und den Glauben an die Möglichkeit kampfunabhängiger objektiver wissenschaftlicher Erkenntnis.

Oreste Scalzone ist italienischer marxistischer Intellektueller. 1969 gründete er die kommunistische Organisation Potere Operaio mit. Mit anderen Mitgliedern der autonomen Bewegung wurde verhaftet und beschuldigt, bewaffnete Angriffe geplant zu haben um die Regierung zu stürzen. Er flüchtete nach Dänemark und später nach Frankreich. Dort arbeitete er an einer politischen Lösung für den Straferlass von politischen Geflüchteten und Gefangenen. 1998 kehrte er zurück nach Italien um, wie er später erklärte, einen “alten Kampf unter neuen Bedingungen” zu führen.

Gerahard Hanloser ist Sozialwissenschaftler, Historiker und Germanist. Er schrieb in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, z.B. junge Welt, Jungle World, Blätter des iz3w und veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher zu den Themenbereichen marxistische und Kritische Theorie, Theorien des Antagonismus, Geschichte und Kritik linker Bewegungen und zum Thema Antisemitismus. Er wurde bekannt als Historiker der neuen Linken und Kritiker der sog. “Antideutschen” und beteiligt sich an der Debatte über den “linken Antisemitismus”.

Jutta Ditfurth ist Soziologin und Autorin. Sie arbeitete für Rundfunkanstalten und reiste als Auslandsreporterin u.a. für das Zeit Magazin und das Süddeutsche Magazin u.a. in die Sowjetunion, nach China, in die Westsahara und nach Kuba. Seit 1970 ist sie in der außerparlamentarischen Linken aktiv, darunter in undogmatischen linken Basisgruppen, der §-218-Bewegung, der Anti-AKW-Bewegung und anderen. 1980 war sie an der Gründung der Partei Die Grünen beteiligt. 1991 trat sie wegen der Rechtsentwicklung der Grünen aus der Partei aus und wurde Mitgründerin der Ökologischen Linken, der sie bis heute angehört. Sie versteht sich nach wie vor als antiautoritäre Linke.

21:00 Uhr

Lesung und Musik “Firmenhymnen” mit Thomas Ebermann und Kristof Schreuf

ein analytisch-satirischer Abend mit guter – und schlechter – Musik zur Erforschung eines Phänomens, das Schlüsse auf die Verrücktheit des Ganzen erlaubt.

In den vergangenen Jahren haben sich einige Tausend Unternehmen eine Firmenhymne zugelegt. Sie versprechen sich davon – in Kombination mit anderen Maßnahmen von Gehirnwäsche und corporate identity– dass die Motivation der Belegschaft steige und der Krankenstand sinke. Wenn man schon, um in der Arbeitswelt zu bestehen, immer neue Höchstleistungen der Entsagung meistern muss, so soll man doch besingen, wie gut man es gerade in dieser Firma mit ihren fairen Chefs und menschheitsbeglückenden Produkten getroffen hat.

Die Fernsehberichte, die infantile Belegschaften beim Singen ihrer Hymne zeigen, lassen uns in scheinbar glückliche Gesichter blicken. Aber – so lautet der letzte Hoffnungsstrohhalm der Gesellschaftskritiker*innen – vielleicht sind sie ja gar nicht so freiwillig angetreten. Vielleicht fürchten sie ja bloß die Repression, die allen Verweigerern des gutgelaunten Mitmachens droht.

Thomas Ebermann reflektiert diese Zusammenhänge; Kristof Schreuf fällt ihm musikalisch ins Wort, bebildert und widerspricht.

Samstag

09.06.

11:00-13:00 Uhr

Stadtrundgang “Auf historischen und feministischen Spuren in Pieschen”

Start Haupteingang Zentralwerk

Dresden Postkolonial und Feministory haben sich gemeinsam auf Spurensuche in Pieschen begeben. Orte wie das Zentralwerk, der alte Schlachthof, oder eine Apotheke in Pieschen beherbergen verschiedene Geschichten, die eher weniger bekannt sind, und die wir erzählen wollen. Ausgehend von diesen Geschichten stellen wir uns Fragen von historischen Kontinuitäten, deren Auswirkungen auf unser heutiges Denken und heutige lokale und globale Ungleichheiten und Möglichkeiten dagegen Widerstand zu leisten.

Der Stadtrundgang findet in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen statt.

12:00-18:00 Uhr

Markt der Möglichkeiten

Vorstellung und Infostände verschiedener Gruppen, Vereine, Initiativen in und um Pieschen und aus ganz Dresden. Zum Kennenlernen und Austauschen, Vernetzen und Mitmachen. Gerahmt wird das ganze durch musikalische Live-Einlagen.

14:00-15:30 Uhr

Vortrag und Diskussion “Der Wandel und der Kollaps – Syrien 2000-2013”

In dem Vortrag analysiert Wissam Abu Fakher die politischen und sozioökonomischen Ausgangslagen zwischen 2000 und 2013, die zu den Aufständen in Syrien geführt haben. Er erläutert dabei ausführlich warum die Aufstände nicht auf religiöse und ethnische Konflikte reduziert werden können und kritisiert die Darstellung der westlichen Medien.

Zur Person:

Wissam Abu Fakher kam 2014 nach Deutschland und engagiert sich im Internationalistischen Zentrum Dresden. Er studiert internationale Beziehungen an der TU Dresden und war im Aufstand gegen das bathistische Assad-Regime aktiv.

17:30-18:30 Uhr

Theater “BEING HERE – HIER SEIN”

In dem internationalen Theaterstück “HIER SEIN – BEING HERE” , dass u.a. von geflüchteten Frauen aus Dresden erarbeitet wurde, wird die Geschichte einer junge Frau erzählt, die ihre Heimat verlässt und sich auf eine lange Reise begibt, um ein neues Leben in einer fremden Stadt zu beginnen.

19:00-21:00 Uhr

Podium “Die Zukunft Kurdistans unter Beschuss. Die Wahlen in der Türkei, der Krieg gegen Efrîn und Zukunft des Demokratischen Konföderalismus”

Wie sieht die Zukunft Kurdistans und des Projektes des Demokratischen Konföderalismus angesichts der massiven Angriffe durch das türkische AKP-Regime unter Erdogan aus? Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den autonomen Kanton Efrîn ist nur wenige Monate her. Noch immer kommt es zu Vertreibungen und Plünderungen in der Region. Außerdem stehen die türkischen Parlamentswahlen am 24. Juni an. Nicht zuletzt werden diese Auswirkungen auf die türkische Außenpolitik und damit auf die Zukunft Rojavas / der Demokratischen Föderation Nord-Syrien haben. Darum haben wir einen Videoinput von Dilar Dirik zu einer feministischen Perspektive auf Rojava und seine Zukunft organisiert. Axel Gehring und Alp Kayserilioglu werden den Krieg gegen Efrîn in den Kontext des türkischen Nationalismus und den kommenden Wahlen setzen. Als weitere innerkurdische Stimme haben wir Lelya Îmret, die ehemalige Bürgermeisterin von Cizere, eingeladen.

Zu den Personen:

Dilar Dirik ist Aktivistin der kurdischen Frauenbewegung. Sie schreibt für eine internationale Leser*innenschaft über die Kämpfe in Kurdistan. Momentan beendet sie ihre Doktorarbeit am Institut für Soziologie an der Universität in Cambridge.

Axel Gehring lebt und arbeitet in Marburg. Aktuell forscht er zur Hegemonie, Staatstheorie, Politischen Ökonomie, Europäischen Integration, Geschichte und Gegenwart der Türkei sowie ihrer Regionalpolitik. Seine Dissertation «Wider den Staatsmythos – Europäisierte Regulation der Türkei» erscheint 2018.

Alp Kayserilioglu hat die Einführung in die ersten kurdischen Filmtage in Dresden durch den Vortrag “Die aktuelle Lage in der Türkei – Ausnahmezustand, Krieg, Präsidialsystem.” mitbegleitet und ist nun schon das zweite Mal bei uns zu Gast. Alp Kayserilioğlu promoviert an der Universität Tübingen zur Hegemonie der AKP und ist Redakteur des linken Onlinemagazins re:volt magazine.

Leyla Îmret ging 2013 von Osterholz-Scharmbeck bei Bremen zurück in die Türkei und nahm 2014 an den türkischen Kommunalwahlen teil, wobei sie als Kandidatin der Barış ve Demokrasi Partisi – Demokratischen Partei der Regionen (BDP) mit 83 % der Stimmen zur Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt Cizre gewählt wurde. Sie war die erste Bürgermeisterin von Cizre und zählte mit 27 Jahren auch zu den jüngsten Bürgermeister*innen in der Türkei. Durch dreimalige Verhaftung und Entlassung durch das Regime Erdogans wurde sie erneut zur Flucht nach Deutschland gezwungen. Während ihrer Amtszeit setzte sie sich für den Wiederbau und Normalisierung des Lebens in Cizre ein.

21:00-24:00 Uhr (Groovestation)

Zwei Rap-Acts zu denen man eigentlich nicht viel schreiben muss:

Audio88 & Yassin

Zwei RAP-Propheten, die in Deutschland wohl ihresgleichen suchen, unterstützen unser “Internationalismus: Ein Festival N°1” mit einem spontanen Zwischenstopp auf ihrer “Ein letzter Segen – Halleluja Clubtour 2018” in Dresden.

Retrogott

In die Riege der RAP-Unterstützer reiht sich der sagenhaften Retrogott ein. Er ist DJ, Produzent und Rapper aus Köln. Die letzte Veröffentlichung mit Hulk Hodn („Sezession“) ist 2016 bei ENTBS erschienen. Nach langer Dresdenabstinenz endlich wieder hier und das extra für uns.

Bereiten wir den Jungs also einen gebührenden Empfang und uns ne gute Party!

Einlass: 21 Uhr

Beginn: 22 Uhr

Ort: Groovestation

ab 22:30 Uhr (im AZ Conni)

Hip-Hop-Konzert , Dj*anes und Party

Live Hip-Hop und DJ-Sets von Old Shool Hip-Hop Mashups, 90’sBoom Bap Beats bis Kumbia und Latino-Beats auf zwei Floors.

1st Floor

Live on stage:

Tice !angefragt! (dark, female RAP /// Düsseldorf)

Ethnique Punch (Ethnique Beat influenced, dark live Hip-Hop /// Eskisehir, Turkey)

DJ Team Simply Silly (Old-Shool Hip-Hop Mashups /// Dresden)

2nd Floor

Dj Kooperativa Revolta Patchouli (Radical latin beats all over the world /// Dresden)

DJ Joker (Kumbia Beats /// Halle)

Sonntag 10.06.

ab 11:00 Uhr

Nachbarschaftsbrunch

Wir laden alle Nachbar*innen und Freund*innen zum Essen, Kennenlernen und Quatschen. Kommt vorbei und bringt was mit.

16:00-17:30 Uhr

Vorstellung der Kampagne #keinemehr

Die Kampagne #keinemehr will dem Thema Frauenmorde (Feminizide) zu einer größeren Aufmerksamkeit verhelfen und knüpft dafür an erfolgreiche internationale Kampagnen wie #niunamenos / #niunamás u.a. aus Lateinamerika, aber auch Europa an. Sie werden über ihre Kampagne berichten, aber auch über ihre Vorbereitungen zum Frauen*streik zum 8.März 2019 sprechen.

2 Gedanken zu „Programm “INTERNATIONALISMUS: EIN FESTIVAL N°1”

  1. Pingback: Zentralwerk: Internationalistisches Zentrum startet Festival mit Ausstellung "Rojava" - Pieschen Aktuell

  2. Schickt uns doch bitte euer Plakat digital in 1920×1080, damit wir eure Veranstaltung veröffentlichen können.

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