Flucht, Migration und Selbstorganisierung in Griechenland

Artikel im Antifa Info Blatt Nummer 111 Sommer 2016

Im Dezember 2015 traten wir – das Internationalistische Zentrum – eine Reise durch Griechenland an, die in Eidomeni, Thessaloniki, die Inseln Lesbos und Xios, sowie die Hauptstadt Athen, Halt machte. Vom Standpunkt einer solchen »politischen Solidarität« [1] mit Geflüchteten war es für uns von besonderem Interesse, inwieweit sich Geflüchtete selbst organisieren bzw. ob es gemeinsame Diskussionen, Standpunkte, Projekte und Kämpfe von Geflüchteten und dem sog. antiautoritären Raum [2] gibt. Mithilfe unserer Genoss*innen in Griechenland gelang es uns, in kurzer Zeit tiefe Einblicke in in die Situationen vor Ort zu bekommen.

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Delegationsreise Griechenland: Artikel für die ZAG

Die ZAG 71 “Flucht und Versagen” ist da und neben vielen anderen sehr interessanten Sachen, findet ihr darin auch einen Artikel von uns. Wir haben für diese Ausgabe versucht einen groben Überblick über unsere Delegationsreise nach Griechenland zu geben und verschiedene Gedanken zu Handlungsmöglichkeiten festgehalten.In der Zwischenzeit ist viel passiert, die Zustände in Eidomeni oder auf der Insel Lesbos haben sich durch die menschenverachtende Politik der EU weiter rapide verschlechtert. Deswegen sind einige von uns beschriebenen Situationen und Umstände nicht mehr ganz aktuell.

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Audiomitschnitt: Soziale Zentren für alle – eine internationalistische Perspektive

Hier der Audiomitschnitt unserer dritten Veranstaltung zur Delegationsreise nach Griechenland. Wir stellen das Notara in Athen und das Orfanotrofio in Thessaloniki vor, um danach auf die verschiedenen Ideen für “Soziale Zentren für alle” in Deutschland zu kommen.

Audiomitschnitt: Freiwilligenarbeit in Griechenland – zwischen Kritik und Praxis

Hier der Audiomittschnitt unserer zweiten Veranstaltung zur Delegationsreise nach Griechenland. Anhand der Erlebnisse und Erfahrungen vorallem auf Lesbos und in Eidomeni, versuchen wir zu beleuchten, welche Rolle NGO’s und Freiwillige in den Hot Spots wie Moria einnehmen.

Audiomitschnitt: Die europäische Selektionsmaschine

Hier der Audiomitschnitt unserer ersten Veranstaltung zur Delegationsreise nach Griechenland. Anhand unserer Erlebnisse versuchen wir nachzuzeichnen, was die menschenverachtende Selektion und die Schließung der Grenzen mit deutsch – europäischer Sparpolitik zutun haben.

Veranstaltungen zur Delegationsreise nach Griechenland

Veranstaltungen des Internationalistischen Zentrums Dresden

IMG_2396.cleanedEs wird wieder viel über Griechenland geredet: Als Teil der EU-Außengrenze werden Menschen auf der Flucht in Griechenland ganz direkt mit der “Festung Europa” konfrontiert. Das Land ist ein Versuchslabor für die neoliberale deutsch-europäische Spardoktrin. Dadurch werden vielen Menschen ihrer sozialen Sicherheiten beraubt. Wenn wir gemeinsame Strategien gegen Abschottung und autoritärer Sparpolitik entwickeln wollen, müssen wir versuchen zu verstehen, in welchem Umfeld sich politische Arbeit in Griechenland abspielt.

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Delegationsreise Griechenland [Persönliche Geschichten I]

In Mytilini, der Hauptstadt der Insel Lesbos, treffen wir Fatima und Assad. Beide leben seit einigen Tagen im NoBorder Camp. Sie teilen mit uns ihre Erfahrungen der Flucht, die Situation in ihren Herkunftsländern und ihre Erwartungen an ein Europa, das beiden einen freie Einreise verwehrt. Weiterlesen

Delegationsreise Griechenland [Teil 5]

Lesbos (II) – Selbstverwaltung auf der Insel

IMG_2348.cleaned>>>Im letzten Beitrag haben wir über die staatlichen Ablauf und die Rolle der Volunteers auf der Insel berichtet. Teil 2 beschreibt, wie wir Selbstorganisation auf Lesbos erlebt haben. Der Bericht ist nun bereits zwei Wochen alt. Da sich die Dinge schnell ändern, kann die Aktualität nicht 100% gewährleistet werden. Die neusten Informationen findest du unter der Fußnote [1]<<<

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Delegationsreise Griechenland [Teil 5]

Auf der Insel Lesbos (I) – Staatliche Stellen und die Rolle der “Freiwilligen”

>>> Die Menge an Eindrücken, die wir von der Insel mitnehmen ist kaum in einem kürzeren Text fassbar. Darum haben wir uns entschieden, zwei separate Artikel zu veröffentlichen, die aber aufeinander aufbauen. <<<

IMG_2396_a.cleanedAm Morgen des 3.1. erreichten wir Mytilini, die Hauptstadt der Insel Lesbos. Bereits am Hafen trafen wir auf bewaffnete Hafenpolizist*innen („CoastGuard“), die die große Menge an Menschen überwachten, die in Richtung Athen aufbrechen wollten. Im Vergleich zum Sommer letzten Jahres ist die Polizeipräsenz derzeit jedoch deutlich geringer. Die griechische Regierung hatte im Juni 2015 die Einsatzkräfte auf Lesbos um ein Vielfaches erhöht. Genoss*innen und Aktive berichten von einer bis dahin ungekannten Anzahl an Cops und chaotischen Zuständen.

Während sich deren Anwesenheit nun wieder auf ein “normales” Level einzupegeln scheint, soll der Umfang des Frontex Einsatzes auf der Insel in diesem Jahr massiv erhöht werden. Im Rahmen einer neuen Operation will die Grenzschutzagentur nach eigenen Angaben im Laufe des Jahres die eigene Präsenz auf der Insel mit über 300 zusätzlichen Offizieren plus Schiffen und Technik stärken [1].

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